Sie befinden sich auf der Seite der SIHK zu Hagen.
Möchten Sie diese Seite in einem Cookie als Ihre Heimat-IHK setzen?
Sie befinden sich auf der Seite der SIHK zu Hagen.
Bisher ist die als Ihre Heimat-IHK hinterlegt. Wollen Sie die Seite der SIHK zu Hagen in einem Cookie
als Ihre neue Heimat-IHK setzen?
Sie werden zum Angebot der weitergeleitet.
Achtung! Betrüger missbrauchen die IHK-Organisation für ausgeklügelte Phishing-Attacken – auch mit begleitenden Telefonanrufen.Mehr lesen
Nr. 5866094
Hochwasserschutz und Standortsicherung
Hochwasserschutz und Standortsicherung gemeinsam bewältigen
Die Hochwasserkatastrophe vom 14. und 15. Juli 2021 hat im Märkischen Südwestfalen tiefe Spuren hinterlassen. Damals richteten Starkregenfälle und über die Ufer tretende Flüsse bei heimischen Betrieben Schäden in bisher nicht gekanntem Ausmaß an, deren vollständige Beseitigung noch viel Zeit an Anspruch nehmen wird. Nach und nach hat die Region den Wiederaufbau jedoch in den Griff bekommen. Inzwischen konnte das Gros der betroffenen Unternehmen wieder die Arbeit aufnehmen. Dazu hat auch das von der SIHK begleitete Fluthilfe-Förderprogramm des Landes beitragen, durch das die heimischen Unternehmen bereits über 40 Millionen Euro für den Wiederaufbau erhalten haben.
Während die Beseitigung der erlittenen Schäden langsam in den Hintergrund tritt, gewinnt die strategische Ausrichtung der Region an Bedeutung. Jetzt geht es um die Frage, wie Südwestfalen sich aufstellt, damit künftige Flusshochwasser und Starkregenfälle nicht mehr derartig großes Unheil anrichten können wie im Sommer 2021. Denn viele Betriebe würden eine solche Katastrophe kein weiteres Mal überstehen. Kunden und Versicherer fordern konkrete, nachweisbare Fortschritte beim Hochwasserschutz. Bei einigen Unternehmen hat der durch das Hochwasser begründete Produktionsausfall bereits zu einer verschlechterten Risikoeinstufung mit Blick auf die Kundenbeziehung geführt. Ein Problem, das in besonderem Maße die für die Region prägenden Automobilzulieferer trifft.
Um die Gewerbe- und Industriestandorte entlang der Gewässer in der Region zu sichern und zukunftsfähig zu machen, aber auch vor wild abfließendem Wasser zu schützen, reicht jedoch in der Regel eine einzelbetriebliche Entwicklung von Schutzmaßnahmen nicht aus. Vielmehr sind hier ganzheitliche Konzepte erforderlich, die einzelbetriebliche Maßnahmen in kommunale und regionale Schutzkonzepte integrieren. Dabei ist zum Beispiel eine Orientierung an den Flussgebieten insgesamt erforderlich, das heißt in der Regel aber eine intensive interkommunale und regionale Abstimmung. Hierzu fehlt aber ganz offensichtlich zurzeit noch eine regionale Management-Einheit, die eine solche ganzheitliche Vorgehensweise sicherstellt.
Dazu bietet sich die Übertragung der Gewässerunterhaltung von den Kommunen auf einen dafür gegründeten Zweckverband oder – mit dem Vorteil, auf bestehenden Strukturen aufbauen zu können – den in der Region bereits Verantwortung tragenden Ruhrverband an.
Vor diesem Hintergrund fordert die Vollversammlung der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen ein konsequentes und schnelles, abgestimmtes Vorgehen von Land, Kreisen und Kommunen ein. Das nächste Jahrhunderthochwasser wird nicht erst 100 Jahre auf sich warten lassen.
Konkret fordert die SIHK-Vollversammlung
die Verbesserung der Hochwasser-Prognose durch die Risikobetrachtung noch nicht erfasster kleinerer Gewässer, die Installation neuer und die Verbesserung bestehender Pegel sowie die Kalibrierung der Hochwassergefahren- und -risikokarten anhand der Erkenntnisse aus dem Hochwasser vom Juli 2021
die Optimierung des Informations- / Warnsystems für den Ernstfall durch die Vereinheitlichung der Strukturen
eine regional koordinierte Herangehensweise sowie
eine Einigung auf einen einheitlichen, regionalen Verantwortlichen für die Gewässerunterhaltung und den Gewässerausbau („von der Quelle bis zur Mündung“).
die Verbesserung der Hochwasser-Prognose durch die Risikobetrachtung noch nicht erfasster kleinerer Gewässer, die Installation neuer und die Verbesserung bestehender Pegel sowie die Kalibrierung der Hochwassergefahren- und -risikokarten anhand der Erkenntnisse aus dem Hochwasser vom Juli 2021
die Optimierung des Informations- / Warnsystems für den Ernstfall durch die Vereinheitlichung der Strukturen
eine regional koordinierte Herangehensweise sowie eine Einigung auf einen einheitlichen, regionalen Verantwortlichen für die Gewässerunterhaltung und den Gewässerausbau („von der Quelle bis zur Mündung“).